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Inkarnation / Dancing for Life
Dancing for Life
Magisches Quadrat
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Alphabet des Lebens
Fragmente
Schachbrett
Corpus

Mensch – Natur – Kreatur

Gertrud Kohlis Arbeiten aus dem Zyklus ‹Natur leben – createur Mensch› sind Aufzeichnungen und Beschreibungen eines unaufhaltsamen Pro­zesses der Entfremdung. Sie reagiert damit auf die Fragen nach dem aus dem Gleich­gewicht geratenen Verhältnis zwischen Mensch und Natur und formuliert gleichzeitig eine Hommage an das Leben, an die Symbiose und Wandelbarkeit der Kreaturen. Die Bilder entstanden aus Asche, Wasser, Erdpigmenten und Acryl­weiss und bestehen aus skripturalen Elementen – Figurationen – Andeutungen von Zeichen.

Jedes formale Element kann für sich eine eigene Geschichte erzählen, fügt sich in der ornamentalen Aneinanderreihung jedoch zu einem neuen Text. Die Formen sind Andeutungen von Menschen, Tieren und Pflanzen – undefinierbaren Wesen im Grenzbereich zwischen Werden und Vergehen. Gertrud Kohli sieht zwar eine Welt mit vielen Verlusten, eine Weltnatur, die zunehmend verarmt an Farben, Formen und Strukturen, Pflanzen- und Tierarten. Aber trotz dieser nüchternen Feststellung findet die Künstlerin in ihren Bildern zwischen der Haltung des neutralen Beobachters und der mitfühlenden Betroffenheit eine eigene Ausdrucksform.

Die Arbeiten sind eine konsequente Fortsetzung ihrer seit 2002 entstandenen skripturalen schwarz-weiss Arbeiten mit radikal reduzierter Formensprache, in denen sie immer neue Fragen und Annäherungen zum Themenkreis ‹Natur und Mensch› formuliert. Sie machte diese Thematik in ihren Arbeiten zum Leitthema und ihr ganzes Denken und Handeln wurde davon geprägt. Ihr gesamtes Schaffen ist in engem Wechselspiel mit ihrer eigenen biographischen Entwicklung, im Dialog mit ihrem sozialen und politischen Umfeld zu sehen.

Während sich Gertrud Kohli in ihren frühen Arbeiten noch in farbenprächtigen, oft großformatigen Bildern der sie umgebenden Landschaft und Natur annäherte, hat sich ihre Farben- und Formensprache in den letzten Jahren radikal gewandelt. Anfang der Jahrtausendwende setzte sie einen radikalen Schritt, mit dem sie auf die Zerbrechlichkeit des Lebens, dieses hochsensitiven Zusammenspiels verschiedener Systeme und Organismen reagierte: In einem gleichsam rituellen Akt separierte sie 2002 in der Arbeit ‹Corpus› die Farbpigmente aus ihren Bildern, stellte sie in 5 Glaswürfeln aus und arbeitete in der Folge radikal reduziert. In den in dieser Phase entstandenen Bilderserien formulierte sie unter anderem ‹Das Alphabet des Lebens› (2003)

Dr. Johannes Inama

Mankind – Nature – Creature

Gertrud Kohli's works from the „Natur leben – createur Mensch“ [Nature life – creature Mankind] cycle are records and descriptions of a relentless process of alienation. In this work she is responding to questions regarding the relationship between mankind and nature, which has become unbalanced, and at the same time she is creating a homage to life, to the symbiosis and inconstancy of creatures. The pictures originated from ash, water, earth pigments and white acrylic, and consist of scriptural elements – figurations - suggestions of figures.

Each formal element can tell an individual story on its own, but forms a new text by joining the ornamental sequence. The shapes are suggestions of humans, animals and plants – indefinable beings on the threshold between develop­ment and decay. In fact Gertrud Kohli sees a world of many losses, a world of nature that is increasingly depleted in its colours, shapes and structures, and in its species of plants and animals. But despite this stark assessment the artist finds an individual form of expression in her pictures, a stance somewhere between that of neutral observation and compassionate concern.  

The works are a logical continuation of her scriptural black and white works, started in 2002, with a radically reduced design vocabulary, in which she constantly formulates new questions and approaches to the subjects of „Natur und Mensch“ [Nature and Mankind]. She made this topic into a guiding theme in her works, and her entire thinking and activity was shaped by it. Her entire creative output is to be viewed as being closely intertwined with her own biographical development, in the dialogue with her social and political surroundings.

While in her early works Gertrud Kohli used gloriously colourful, often large format, pictures when approaching the scenery and nature that surrounded her, her language of colour and shape has changed radically in recent years.
At the beginning of the new millennium she took a radical step in reaction to the fragility of life, this highly sensitive interplay between different systems and organisms: in 2002, in a kind of ritual act in the work „Corpus“, she separated the colour pigments from her pictures, placed them in 5 glass cubes and subsequently worked in a radically reduced way. The series of pictures that originated in this phase included „Das Alphabet des Lebens“ [The Alphabet of Life] (2003):

Dr. Johannes Inama 


Dancing for life
Dancing for life
Magisches Quadrat
Alphabet des Lebens
Alphabet des Lebens
Alphabet des Lebens
IV Natur / Vegetation
Paravent
Paravent